Stop Motion in Sunday Traffic
poetic reading
Nach Weihnachten. Nach dem Fest. Nach Neujahr sind die Bäume erledigt. Draußen abgestellt. Zum Mitnehmen zurückgelassen. Inzwischen sammeln sie sich in einer Straßenbahn-Haltestelle, von der Stop-Motion-Technik hineingeschoben. Ihre Bewegung klingt wie Feuer. Und warum nicht? Es ist nur eines der vielen Gewächse, die wir anbauen, um sie zu konsumieren. Warum nicht auch die Zweige und Grünpflanzen zum Jahresende?
Sachliche Beschreibung
Mitten im Bild eine leere Haltestelle. Nach und nach erscheinen kleine Tannenbäume im Bild und sammeln sich im Wartehäuschen. Das Stop-Trick-Verfahren kann auf die Verkehrssituation vor Ort reagieren und immer warten, bis der Bildausschnitt wieder komplett frei ist. So wird es Abend.
Denkbare Assoziation
Dieser Film versammelt viele verschiedene, aber im Allgemeinen ähnliche Festbäume. Immer wenn dasselbe mit minimalen Variationen wiederholt wird, ist eine Tradition in Aktion: eine Tradition, das Außen herein zu bringen und nun, nach der Festtagssaison, wieder nach außen… wo die Reste ein letztes kollektives Bild formen.
Künstlerische Absicht
Die Arbeit entfaltet zwei Wirkungen: die eine unmittelbar, wenn sich das Bild im realen Sonntagverkehr zeigt; die andere als vollständiger Film.