Stop Motion in Sunday Traffic
poetic reading
…ein Stop-Motion-Film für und mit Verlorenen, Vergessenen, Flüchtigen, Zerrissenen, Vollgestopften, Korrekten, Unbeaufsichtigten, Panikmachern, Angekommenen, Aussortierten, Heimkehrern, Rausgeschmissenen und Auserwählten. "Lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt!", fordern die Durchsagen, wo man sich vor den Inhalten der Reisetaschen fürchtet. Wir sagen "Lassen Sie Ihr Gepäck…" zurück, links liegen, hinter sich. Reisen SIe leicht!
Sachliche Beschreibung
In einer ehemaligen Bahnhofswartehalle entstand dieser Film im Stopp-Trick-Verfahren mit einer Menge geliehener Gepäckstücke. Die Taschen und Koffer verhalten sich zueinander, bilden einen Pull, ein Orchester und eine Flutwelle, die aus dem Bild verschwindet.
Denkbare Assoziation
Dieser Film weckt Gedanken an Migration, Erkundung, Expedition, Pendeln, getrennte Familien oder Freunde, temporäre Aufenthalte, persönliche Gegenstände, nomadische Zeiten, öffentliche Verkehrsmittel und die Notwendigkeiten, die man mit sich tragen muss—oder manchmal überhaupt nicht besitzen sollte.
Künstlerische Absicht
Wie so oft in der Animation übernehmen Objekte die Rolle eines Subjekts. Die einsame Handtasche ruft das Bild einer leicht verlorenen Person hervor, nur um sofort Teil einer Menschenmenge zu werden.