poetic reading
Der Wind beugt das Gras. Ist das Gras glücklich darüber, von einer äußeren Kraft gedrückt zu werden? Ist einer der drei Jungen glücklich darüber, von den anderen geschoben zu werden? Die drei sind in diesem Moment der Ko-Präsenz miteinander verbunden. Eine Realität, die im Verlauf des Films zunehmend porös wird und konzeptuelle Auswege eröffnet.
Sachliche Beschreibung
Wind streicht durch das Gras, das Reihen hölzerner Sitzbänke überwuchert hat. In einer weiteren Einstellung sind drei jugendliche Heranwachsende in ein kindisches Spottspiel verwickelt. Dieses intensiviert sich, während der Film selbst Möglichkeiten andeutet, nicht vollständig anwesend zu sein. Ein visueller Effekt evoziert mentale Abwesenheit, einen Traumzustand oder eine schwer greifbare Strategie, der Eskalation von Konflikt zu entgehen.
Denkbare Assoziation
Diese Arbeit thematisiert Gruppenpsychologie, sozialen Druck, Nudging, Bullying und Mobbing-Rhetoriken körperlichen Verhaltens. Mikroaggressive Gesten beginnen beiläufig, werden zunehmend hart und münden in eine schwer greifbare Präsenz. Die VFX können als Symbol eines mentalen Widerstands gelesen werden, als Form geistiger Entflechtung. Eine weitere Lesart erkennt darin eine mentale Rückerinnerung an vergangene Ereignisse, die einem wiederkehrenden Muster folgen. Der Film eignet sich für Kontexte, die sich mit nonverbalen Konflikten, männlicher Performanz und überraschenden Strategien zur Vermeidung körperlicher Eskalation befassen.
Künstlerische Absicht
Dieser Film formuliert ein visuelles Argument für vielschichtige Auffassungen von Erfahrung und Erwartung.
Schlagworte
Original artistic project
Choreografische Bilder im Feld (2011)